Gedanken zum Weltfrauentag

Wir Frauen haben in den letzten 100 Jahren viel erreicht. Schließlich dürfen Frauen erst seit 1919 in Deutschland wählen. Das muss man sich mal vorstellen. Als meine Oma geboren wurde, war es noch nicht erlaubt, dass sie ihre Stimme abgibt. Gut, dass sich das dann geändert hat.

Noch ein weiter Weg

Trotz dieser Erfolge ist es zur echten Gleichberechtigung immer noch ein weiter Weg. Frauen werden immer noch in gleichwertigen Berufen niedriger entlohnt als ihre männlichen Kollegen. Frauen haben immer noch den größten Anteil an Haushalt und Kindererziehung. Auch wenn mein Mann z. B. schon viel mehr im Haushalt macht und sich selbstverständlich an der Kindererziehung beteiligt als noch die Generation vor ihm. Ich kann mich zum Beispiel nicht erinnern, dass mein Vater jemals den Kinderwagen geschoben hätte – heute ist zumindest das Normalität.

Manchmal müssen wir kämpfen

Trotzdem müssen wir Frauen uns immer wieder klar machen, dass Gleichberechtigung anders aussieht. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Männer sollten genauso selbstverständlich in Elternzeit gehen können. Also lass Dir nicht einreden, Du bist weniger wert und kämpfe für das, was Du willst. Frauen können alles erreichen!

Auch Du musst Dich verändern!

Um aber Raum zu haben, dafür zu kämpfen, was Du willst, musst Du auch Dich verändern. Denn Du kannst nicht davon ausgehen, dass Du 100% vom Haushalt machen, Dich um die Kinder kümmern und auch noch Vollgas auf der Arbeit geben kannst. Du darfst also in einigen Bereichen loslassen und Dir überlegen, was Dir wichtig ist.

Trau Deinem Partner etwas zu

Hier brauchst Du Unterstützung von deinem Partner. Sprich mit ihm, was Du Dir vorstellst und beziehe ihn frühzeitig ein. Du kannst nicht an den Erfolg auf der Arbeit von vor der Elternzeit anknüpfen, wenn Du „nur 15 Stunden“ arbeitest. Das heißt, Du darfst Deinem Partner etwas zutrauen. Er kann genauso gut, Frühstück vorbereiten oder das Kind ins Bett bringen. Das bedeutet natürlich eine Lernkurve für alle 3 Seiten – für euer Kind, Deinen Partner aber auch für Dich. Dies kann auch für Dich und Deine Familie bedeuten, dass ihr eure Komfortzone verlassen müsst.

Und Dein Partner macht es vielleicht anders als du, aber er kommt auch zum Ziel. Lass ihn einfach mal machen und lass los. Denn dadurch gewinnst Du Freiraum für Dich und Deine Vorhaben!

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