Stärken stärken – Schwächen schwächen?

Im Jobcoaching geht es immer wieder um die Stärken und Schwächen des Coachees. Denn es ist nach wie vor eine beliebte Frage im Bewerbungsgespräch und darauf wollen meine Kundinnen und Kunden gut vorbereitet sein.

Hast du dir darüber auch schon mal Gedanken gemacht? Bei einer Bewerbung sicher. Man überlegt fieberhaft im Vorfeld eines Bewerbungsgesprächs, was man bloß auf diese Frage nach den persönlichen Stärken und Schwächen antworten könnte, ohne dass es überheblich klingt oder man doch zu sehr die Aufmerksamkeit auf mögliche Defizite lenkt. Ich finde es wichtig, sich generell seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein. Deshalb gebe ich dir in diesem Blogartikel ein paar Fragen an die Hand, wie du herausfinden kannst, was deine Stärken und Schwächen sind.

So kannst du dich fragen:

Was kann ich gut?

Fällt es dir leicht, zu sagen, was du gut kannst? Oder denkst du eher „das kann doch jeder“, „naja, so gut, bin ich auch nicht darin“. In meinen Coachings sage ich an der Stelle immer, vergleiche dich nicht mit den Besten der Besten, sondern versuche dich mit dem Durchschnitt zu vergleichen.

Wenn du mit der Frage „Was kannst du gut?“ nicht weiter kommst, frage dich „was fällt mir leicht?“ Denn was dir leicht fällt, kannst du sicher auch gut. Schreibe deine Stärken ruhig auf einen Zettel und ergänze, wenn dir etwas Neues einfällt.

Auch wenn es dich vielleicht erstmal Überwindung kostet, frage auch andere Menschen, was sie als deine Stärken bezeichnen würden. Du kannst deinen Partner, eine gute Freundin, einen Kollegen, deine Schwiegermama fragen, was sie als deine Stärken bezeichnen würden. Das erweitert die Sicht auf Aspekte von außen und ist sicher auch spannend für dich zu sehen, was die Menschen in deinem Umfeld nennen.

Ich habe das auch mal gemacht und es war sehr überraschend, welche Stärken da genannt wurden. Manche habe ich einfach nicht gesehen.

Kommen wir nun zu deinen Schwächen.

Was kann ich nicht so gut?

Bei dieser Frage, geht es mir nicht darum, dass du dich jetzt auf deine Schwächen konzentrierst und diese zwingend verbesserst. Sondern es geht mir darum, dass du dir bewusst machst, was dir eben nicht leicht fällt.

Wenn du häufig Dinge tust oder vermeintlich tun musst, die dir schwer fallen, kann das ganz schön anstrengend sein.

Überlege also mal, ob DU diese Sache wirklich erledigen musst. Kann es nicht jemand anderes für dich tun? So kannst du die Aufgaben im Haushalt vielleicht anders verteilen oder jemanden bezahlen, der die Tätigkeit für dich übernimmt.

Auch auf der Arbeit findet sich vielleicht jemand, der die von dir ungeliebte Tätigkeit übernimmt, weil es ihm Spaß macht. Natürlich geht das nicht mit allen Dingen, aber mit einigen sicher. Manchmal ist hier etwas Kreativität gefragt, bis du eine Lösung gefunden hast.

Passen meine Stärken zu meinem Job?

Schau zum Abschluss nochmal auf deine Stärken und denke dabei an deinen Beruf.

Setzt du alle deine Stärken schon zielgerichtet ein?

Welche (noch) nicht?

Wirst du vielleicht auch immer wieder mit deinen Schwächen konfrontiert?

Wenn die Stärken zu deinem Job passen, ist das super. Denn dann kannst du dein Potenzial optimal einbringen und entfalten. Wenn das nicht so gut passt, schau mal, was du verändern kannst.

Wie schaffst du es deine Stärken noch besser einzusetzen?

Denn wenn das, was du kannst, und das, was du tust, zusammen passen, und es dir dann auch noch Spaß macht, ist das ziemlich viel wert.

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