Wo bleibst Du dran und was lässt Du lieber los?

Skifahren - ja oder nein?

Vor 5 Jahren stand ich das erste Mal auf Skiern. Als wir das erste Mal mit den Kindern in den Winterurlaub gefahren sind, habe ich – genau wie die Kinder – einen Skikurs gemacht. Ich habe drei Tage Kurs gemacht und danach kam ich die Piste mehr schlecht als recht runter. In den nächsten Jahren waren wir wieder immer eine Woche im Jahr Ski fahren, ich wurde zwar etwas besser, aber richtig Spaß hat es mir nicht gemacht. Dass die Kinder schon nach dem zweiten Kurs besser gefahren sind als ich, muss ich sicher nicht erwähnen 😉 Ich habe jedes Jahr wieder mit mir gehadert, ob ich überhaupt Ski fahren soll, aber ich fand es schon schön als Familie gemeinsam Ski zu fahren und wollte da auch nicht außen vor sein. Aber immer wieder habe ich überlegt, will ich Ski fahren oder mache ich das meiner Familie zuliebe? Macht es mir keinen Spaß, weil ich es nicht kann oder weil es einfach nicht mein Sport ist? Letztes Jahr war dann das erste Jahr, wo es etwas besser ging und es mir zumindest stellenweise Spaß gemacht hat. Zu einem weiteren Kurs konnte ich mich die ganze Zeit nicht durchringen. Dieses Jahr bin ich, was das angeht, aber endlich über meinen Schatten gesprungen und habe nochmal zwei Tage Kurs gemacht. Das hat noch mal einiges gebracht und ich komme jetzt viel sicherer die Pisten runter. Nächstes Jahr arbeite ich dann an der Schnelligkeit 😉

Das Positive am Skifahren

Als ich dann in einer Pause so auf der Hütte in der Sonne saß, ist mir klar geworden, dass es mir doch Spaß macht auf der Piste unterwegs zu sein. Dass so ein Winterurlaub im Schnee echt seine guten Seiten hat. Ich bin draußen an der frischen Luft, ich bewege mich, ich kann super vom Alltag abschalten, denn viel Zeit zum Nachdenken habe ich nicht, wenn ich eine Piste fahre und ich möchte dran bleiben, was meine Fahrkünste angeht. Also wird es wieder einen Winterurlaub geben.

So macht es mir Spaß!

Ich werde sicher nie 6 Tage am Stück eine Piste nach der anderen fahren, sondern zwischendurch Pause machen und auf meine Kräfte achten. Denn wenn die Muskeln müde sind, machen die Skier nicht mehr das, was sie sollen. Da bin ich dann zu ängstlich, dass was passieren könnte. Ich bin auch eher die Schön-Wetter-Fahrerin, wenn es neblig ist und ich nichts sehe, macht es mir keinen Spaß. Und ich muss auch keine schwarze Piste runter fahren. Aber ich habe einen Weg für mich gefunden, wie mir der Skiurlaub Spaß macht.

Es hat sich für mich gelohnt, dass ich dran geblieben bin und es jedes Jahr weiter versucht habe. Ja, zunächst den Kindern zu liebe, aber mittlerweile kann ich dem Ganzen auch etwas abgewinnen.

Warum erzähle ich Dir das?

Weil ich nicht möchte, dass Du Dich mit irgendwelchen Dingen quälst, an denen Du keinen Spaß hast und die sich vermeiden lassen/die nicht sein müssen.

Gibt es auch bei Dir Dinge, bei denen Du nicht weißt, ob Du dran bleiben sollst oder nicht? Dann schau mal genauer hin, warum hältst Du daran fest? Weil es Dir Spaß macht oder weil es von Dir erwartet wird? Weil „man“ das macht? Weil es „dazugehört“? Weil Du dazu gehören willst? Würde es Dir mehr Spaß machen, wenn Du es besser könntest? Dann investiere Zeit oder Geld, damit Du besser wirst. Oder ist es einfach nicht Deins? Dann lasse los und verabschiede Dich davon.

Erzähl doch mal, was hast Du losgelassen? Nutze dafür die Kommentarfunktion

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